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Eisenüberschuss – Zu viel Eisen im Blut

[adrotate group=”1″] Zu viel Eisen im Blut kann unterschiedliche Ursachen haben. Entweder es liegt an der Ernährung oder es liegt eine genetische Veranlagung vor. Auf alle Fälle sollte ein Eisenüberschuss (medizinisch: Hämochromatose) ernst genommen werden, da eine Überkonzentration des Spurenelements sich negativ auf den Körper auswirken kann.

Die Folgen eines Eisenüberschusses

Grundsätzlich ist Eisen für den menschlichen Körper eines der wichtigsten Spurenelemente. Als wesentlicher Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin sorgt Eisen dafür, dass das Blut mit genügend Sauerstoff versorgt wird. Der Normalwert ist abhängig von Alter und Geschlecht. Bei Frauen liegt er zwischen 4 μmol/l und 30 μmol/l und bei Männern zwischen 6 μmol/l und 30 μmol/l. ist der Eisenanteil im Blut zu hoch, kann es passieren, dass der Alltag deutlich erschwert wird. Überschüssiges Eisen lagert sich in den Organen ab und kann zu Gewebeschäden oder Vergiftungserscheinungen in Herz, Bauchspeicheldrüse, Hirnanhangdrüse, Leber und den Gelenken führen.

Symptome von zu viel Eisen im Blut

Ein Eisenüberschuss macht sich vor allem durch auftretende Schmerzen bemerkbar. Reaktionen des Körpers sind unter anderem ein Stechen in der Brust, Gelenkschmerzen oder Bauchkrämpfe. Treten diese Symptome auf, sollte der Hausarzt eine Untersuchung durchführen. Ist zu viel Eisen im Blut können Organe dauerhaft in ihren Funktionen eingeschränkt werden. Als mögliche Spätfolgen können Diabetes, Herzschwäche, Leberzirrhose oder sogar Bauchspeicheldrüsenkrebs auftreten.
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Ursachen und Gefahren

Es gibt verschiedene Ursachen für zu viel Eisen im Blut, in den meisten Fällen ist die Stoffwechselerkrankung jedoch erblich bedingt. Bei einer Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) wird vom Körper mehr Eisen aus der Nahrung aufgenommen, als benötigt wird und entsorgt werden kann. Infolgedessen sammelt sich im Körper überschüssiges Eisen an und der Eisenwert kann gefährlich ansteigen.

Durch einige andere Ursachen kann auch eine Sekundäre Hämochromatose entstehen. Diese erworbene Eisenüberladung tritt meist nach häufigen Bluttransfusionen oder dem übermäßigen Verzehren eisenhaltiger Lebensmittel, wie Fleisch, Nüsse oder Vollkornprodukte, auf. Die Gefahr besteht hierbei darin, dass die Auswirkungen erst viel später sichtbar werden und es dann schwierig ist, etwas gegen die Folgen zu unternehmen.

Vorsorge und Behandlung von zu viel Eisen im Blut

Um einem Eisenüberschuss zu entgehen, empfiehlt es sich, auf die richtige Ernährung zu achten. Der Körper ist auf die Zuführung von Eisen angewiesen, es ist aber sehr wichtig, dass das Verhältnis stimmt. Werden erhöhte Eisenwerte festgestellt, erfolgt im Regelfall eine engmaschige Laborkontrolle.

[adrotate group=”6″]Wird ein Eisenüberschuss diagnostiziert, kommt als häufigste Behandlungsmethode der Aderlass zum Einsatz. Hierbei wird regelmäßig Blut abgenommen, bis sich Eisenhaushalt verbessert hat. Die Dauer der Behandlung ist dabei sehr unterschiedlich und kann zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten bis zu einem Jahr dauern. Hat sich der Eisenhaushalt normalisiert, wird der Aderlass dann nur noch 3 bis 4 Mal pro Jahr durchgeführt. In seltenen Fällen wird gegen einen Eisenüberschuss auch eine medikamentöse Behandlung eingesetzt.