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Intermittierendes Fasten – Mit Intermittent Fasting gesund abnehmen

Wer intermittierendes Fasten betreibt, hält sich an einen ganz speziellen Essrhythmus. Galt bisher immer die Einnahme vieler kleiner Mahlzeiten über den Tag verteilt als gesundheitsfördernd, setzt man jetzt auf einen strikten Wechsel zwischen Essen und Fasten.

Bei dieser „Intervall-Diät“ orientiert man sich an den Gewohnheiten unserer Vorfahren, den Jägern und Sammlern, die regelmäßige Phasen von Nahrungsverzicht durchlebten.

Wie funktioniert intermittierendes Fasten?

Eine beliebte Form des intermittierenden Fastens ist das wöchentliche Fasten. Hierbei nimmt man an jeweils einem Tag pro Woche keine feste Nahrung zu sich. Das tägliche Fasten eignet sich besonders für Einsteiger, die bisher keine oder wenige Erfahrungen mit dem Nahrungsverzicht gemacht haben.

Das tägliche Fasten wird von Daniel Roth in seinem Buch „Gesund und Schlank durch Essenspausen“ beschrieben: Hier empfiehlt der Autor, nach jeder Nahrungsaufnahme eine Essenspause von mindestens fünf bis sechs Stunden einzulegen.

Eine weitere Möglichkeit für das tägliche Fasten ist das Auslassen einer Mahlzeit am Tag. Am besten eignet sich dafür der Verzicht auf das Abendessen, da der Körper so in der Nacht besser regenerieren und Fett verbrennen kann. Eine populäre Art des intermittierenden Fastens ist die „10in2“-Methode von Bernhard Ludwig.

Der Kabarettist und Psychologe rät dazu, in zwei Tagen jeweils einen Tag zu fasten und an einem Tag das zu essen, worauf man Lust hat. Man fastet und isst hier also im Tageswechsel. An den Fastentagen ist nur Flüssignahrung wie Tee und Wasser erlaubt, aber auch ein Glas Rotwein ist durchaus möglich.

Was bringt periodisches Fasten?

Das intermittierende Fasten soll den Blutzuckerspiegel regulieren und den Blutdruck senken. Es werden weniger LDL-Cholesterine aufgenommen und der Cholesterinspiegel sinkt. LDL-Cholesterine sind Fette, die die Gefäße im Körper auf Dauer schädigen können. Auch ein Anti-Aging-Effekt wird von vielen Verfechtern des intermittierenden Fastens verzeichnet.

Für viele Menschen ist der entscheidende Grund für diese Diät die versprochene Gewichtsreduzierung. Durch den Wechsel von Nahrungsaufnahme und –verzicht soll der Stoffwechsel angekurbelt werden. In den Fastenperioden wird aufgrund eines niedrigen Insulinspiegels effektiv Fett verbrannt.

Durch den Wechsel zwischen keiner und hoher Kalorienaufnahme wird verhindert, dass der Stoffwechsel in den Hungermodus umschaltet. So wird der unliebsame Jojo-Effekt verhindert. Für Personen die relativ einfach für einen Tag auf Nahrung verzichten können ist dies ein einfacher Weg um schnell abzunehmen.

Einige Fastende berichten von einer gesteigerten Leistungsfähigkeit während der Fastentage. Dies ist auf den Umstand zurückzuführen, dass in diesen Zeiten weniger Energie für Verdauungsprozesse benötigt wird und somit mehr Energie für die Gehirn- und Körperleistung zur Verfügung steht.

Ein Vorteil gegenüber dem Heilfasten besteht darin, dass Fastenkrisen ausbleiben. Der kurzzeitige Verzicht auf feste Nahrung fällt wesentlich leichter.

Wie ist der aktuelle medizinische Standpunkt zum “intermittent fasting”?

Studien mit intermittierend fastenden Menschen, zum Beispiel mit Muslimen während der Fastenzeit, zeigen durchaus positive Resultate auf. Eine schädliche Auswirkung wird derzeit nicht angenommen. Die Abnahme erfolgt aus medizinischer Sicht durch eine verminderte Kalorienzufuhr, wogegen nichts einzuwenden ist.

Ein geringerer BMI (Body-Mass-Index) senkt zudem das Risiko für Krankheiten wie Diabetes, Krebs und kardiovaskuläre Erkrankungen. Jedoch weisen Mediziner darauf hin, dass an den Essenstagen unbedingt auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung geachtet werden muss, da intermittierendes Fasten sonst zu Mangelerscheinungen führt.

In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, an den Fastentagen einen Protein-Shake aus natürlichen Zutaten zu sich zu nehmen, da so noch mehr Fett verbrannt wird und gleichzeitig ausreichend Proteine zum Muskelerhalt vorhanden sind.

Wie fängt man am besten an?

Intermittierendes Fasten sollte nicht überstürzt begonnen werden. Um einen Einstieg zu finden, kann man zunächst eine Uhrzeit festmachen, zu der man nichts mehr isst. Nehmen Sie sich beispielsweise vor, nach 17 Uhr keine feste Nahrung mehr zu sich zu nehmen.

Trinken Sie viel Tee, besonders Kräutertee, und Wasser. Wenn Sie damit keine Probleme mehr haben, können Sie einen ganzen Fastentag einlegen und schauen, ob dieser Ihrem Wohlbefinden zuträglich ist.