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Vegane Ernährung und Eisenmangel – So geht’s richtig!

Nicht nur Mode und Musik unterliegen einem steten Wandel, sondern auch in der Ernährungsbranche kristallisieren sich immer wieder bestimmte Trends heraus.

Besonders die vegetarische oder die etwas striktere Form davon – die vegane Ernährung – entwickelte sich im Lauf der letzten Jahre mehr und mehr zu einem regelrechten Massenphänomen.

Den Trend, sich intensiver mit der täglichen Ernährung auseinander zu setzen, bewusstere Entscheidungen über Lebensmittel und seine Ernährung zu treffen, kann man als durchaus positiv bezeichnen. 

Dabei geht es vielen Befürwortern des Veganismus nicht nur um Tier- oder Umweltschutz, sondern auch um eine Verbesserung der Gesundheit und um ethische Fragen.

Kritiker dieser Lebensweise argumentieren jedoch, dass besonders durch die vegane Ernährung schwerwiegende Mangelerscheinungen aufkommen und daraus nicht zu unterschätzende gesundheitliche Folgen für den menschlichen Organismus resultieren können.

Dieses Vorurteil hält sich nach wie vor hartnäckig und schreckt Viele von einer Ernährungsumstellung hin zum Veganismus ab.

Vegane Ernährung = Eisenmangel?

Der Irrglaube, dass alle Veganer unter Eisenmangel leiden, muss so definitiv verbessert werden. Schließlich sind Menschen ganz individuell und genauso einzigartig sind natürlich auch etwaige gesundheitliche Probleme.

Laut Studien lag die durchschnittliche Eisenaufnahme von Veganern sogar über der der sogenannten „Mischköstler“. Dies lässt sich vielleicht damit erklären, dass Veganer aufgrund ihrer Lebensweise vermehrt auf ihre Nahrungsmittelzufuhr achten müssen.

Außerdem können natürlich auch Menschen an Eisenmangel erkranken, die tierisches Eisen in großen Mengen aufnehmen. Dies hat wohl weniger mit veganer Ernährung, als mit der tatsächlichen Verarbeitung der Mineralien des eigenen Organismus zu tun.

"Pflanzliches Eisen verfügt im Vergleich zu tierischem Eisen über eine geringere Bioverfügbarkeit und kann daher vom Körper weniger gut genutzt werden."

Jedoch muss der Bedarf an Eisen bei Veganern höher eingestuft werden, da pflanzliches Eisen eine geringere Bioverfügbarkeit aufweist. Dies bedeutet, dass der Körper das zugeführte Eisen weniger gut nutzen kann. Wer sich dieser Tatsache bewusst ist, kann hilfreiche Maßnahmen einleiten und den Speiseplan dementsprechend optimieren.

Besondere Ernährungsgewohnheiten bei veganer Lebensweise

Vegane Ernährung unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von der mit Mischkost. In der Regel nehmen Menschen mit rein veganer Ernährung mehr Ballaststoffe zu sich, was eine positive Wirkung auf den Verdauungsprozess haben kann.

Bei unausgewogener veganer Lebensweise könnte jedoch ein Mangel an lebenswichtigem Calcium eintreten, da kalziumreiche Lebensmittel wie Milch oder Käse vermieden werden. 

Um eine Unterversorgung mit diesem wichtigen Mineral zu vermeiden, empfiehlt sich der Verzehr von kalziumreichem Mineralwasser, Produkten aus Soja und Gemüsesorten wie Brokkoli, Grünkohl oder auch Sesamsamen.

Die Cholesterinwerte sind bei Veganern überdurchschnittlich gut, was darauf zurückzuführen ist, dass Cholesterin nur in tierischen Erzeugnissen vorkommt. Offensichtlich ist also, dass die vegane Ernährung die eigene Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden positiv verbessern kann.

Eisenhaltige Lebensmittel

Man darf solch eine Lebensweise also im Normalfall getrost anstreben, wenn man auf eine ausgewogene und vielseitige Nahrungsmittelzufuhr achtet. Eine gesunde Lebensweise ist aber nicht nur für Vegetarier oder Veganer essenziell, sondern sollte auch von allen anderen Menschen angestrebt werden. Schließlich ist die eigene Gesundheit eines der wichtigsten Güter, das wir besitzen.

Eisenmangel & Co. beseitigen

Natürlich kann es auch mit besten Vorsätzen passieren, dass das Blutbild einen Mangel an Mineralstoffen aufweist. Wenn dieser Zustand nur vorübergehend ist, sollte dies kein größeres Problem darstellen. Kritisch wird es erst, wenn ein Mineralstoffmangel die chronische Form annimmt.

Vorsicht ist auch hier wieder besser als Nachsicht, denn mit den richtigen Vorkehrungen muss es gar nicht erst so weit kommen.

Im Notfall helfen spezielle Präparate aus der Apotheke, die den Körper mit den benötigten Spurenelementen versorgen. Dies ersetzt natürlich in keinem Fall eine gesunde Lebensweise, ist aber ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Eine ärztliche Beratung und Aufsicht ist in jedem Fall ratsam, um den Gesundheitszustand über einen längeren Zeitraum kontrollieren zu können. Auch lassen sich auftretende Symptome wie z. B. ständige Müdigkeit durch Eisenmangel erst dann richtig zuordnen, wenn ein medizinischer Check vorgenommen wurde.

Wer sich für eine vegane Lebensweise interessiert, sollte dies im Vorfeld mit seinem Arzt absprechen. Nicht jeder Mensch ist automatisch zu 100 % für diese Form der Ernährung geeignet, da z. B. Schwangere oder Kinder auf eine erhöhte Zufuhr an bestimmten Minderalien angewiesen sind.

Eine vegane Ernährung kann nur dann wirklich sinnvoll sein, wenn man die eigene Gesundheit dadurch nicht gefährdet – der Rest ergibt sich dann ganz von allein.

Was sind Ihre größten Hindernisse hinsichtlich einer eisenreichen Ernährung? Was tun Sie bereits gegen Ihren Eisenmangel?​ Konnten Sie schon Erfolge verzeichnen? Erzählen Sie mir Ihre Geschichte in den Kommentaren etwas weiter unten.

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